Hoepperger

und ihr Tank ist sicher/sauber

 
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NZ Artikel vom 16.05.2009 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Nürnberger Zeitung   

90 Minuten bei der Sanierung eines Heizöl-Tanks

Geputzt wird auf Hausfrauenart

Auf den Weltmeeren kreuzen immer mehr Doppelwandtanker, bei Erdtanks sind doppelte Wände vorgeschrieben und auch in fränkischen Kellern sind diese Hüllen immer häufiger zu finden. Vor allem Hausbesitzer, die einen älteren Heizöl-Tank sanieren möchten oder Risse im Boden des Tankraums haben, greifen zur sogenannten Leckschutzauskleidung. Dabei wird die Metallhülle mit einer öl- und säurebeständigen Folie ausgekleidet. Der Stahl außen sorgt für Stabilität und schützt gegen Feuer, die Folie verhindert Korrosion.

 

In einem Reihenhaus im Nürnberger Südwesten hat der Zahn der Zeit an einem Heizöl-Tank genagt. Karsten Bonin, Tankschutzmonteur der Firma Höpperger zeigt mehrere gut handtellergroße Flecken im Lack des 4200 Liter fassenden Metalltanks. „Es gibt immer Schwitzwasser, das greift die Wände an“, erklärt der 49-Jährige, der seit rund zwanzig Jahren in diesem Beruf arbeitet.

Bevor Bonin und sein Kollege Anton Feuchtinger mit den Arbeiten beginnen, pumpen sie das restliche Heizöl mit einer elektrischen Pumpe aus dem Tank. Durch einen Schlauch fließt der Brennstoff in eine Blase aus einem speziellen Kunststoff, die auf dem Fußweg vor dem Haus aufgebaut wurde. Nun gilt es Ölschlammreste zu entfernen: „Das machen wir wie eine gute Hausfrau“, sagt Karsten Bonin lachend, schnappt sich Schrubber und Lumpen und krabbelt durch eine enge Luke ins Innere des Tanks. Kurz darauf sind die stinkenden Ölreste weggeputzt und der Monteur rückt mit einer Flex Unebenheiten im Tank zu Leibe. Sein Kollege Anton Feuchtinger hat derweil die Bohrmaschine aus dem Auto geholt und bohrt Löcher für Abschlüsse und Ventile in den Metallkasten. Nun schleppen die Monteure Styroporplatten, Gewebematten und eine große Rolle mit einer weichen Kunststofffolie in den Keller.

Schuften in gebückter Haltung

Wieder klettern sie ins Innere des roten Kastens und legen zunächst Styropor in die Ecken und Winkel. Dann kleben sie die „Zwischenlage“, wie die weißen und etwa fünf Millimeter dicken Matten genannt werden, an die Wände des Heizöltanks. „Es soll keine Unebenheiten geben“, erklärt Karsten Bonin.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und nun machen sich Bonin und Feuchtinger an das Herzstück der Tanksanierung: Vorsichtig legen sie eine dünne Innenhülle aus, die genau auf die Maße des Stahlkastens zugeschnitten und verschweißt ist. Etwa zwei Stunden schuften die Monteure in gebückter Haltung, bis alles sitzt und passt. Mit einem Staubsauger erzeugen sie einen Unterdruck, der die Folie fest an die Tankerwand platziert. „Der Leckanzeiger überwacht das Vakuum“, erklärt Karsten Bonin und zeigt auf einen kleinen Kasten an der Wand.

 

Die beiden Fachleute prüfen nochmal alle Dichtungen, Messeinrichtungen und Anschlüsse. Nachdem alles lehrbuchmäßig funktioniert und dicht ist, pumpen sie das Heizöl zurück in den nun doppelwandigen Tank.

 

NZ/HA/NPLUS/NPLUS3 - Sa 16.05.2009 - NÜRNBERG